Die Ferrozement-Bauweise

Die ersten FC-Yachten wurden auf verzinktem (Wasser)-Rohr-Rahmen aufgebaut. Diese Konstruktion hat den Nachteil, dass das Rohr von innen rostet, und nach Jahren die gesamte Struktur Schwachstellen bekommt. Beim Scheißen können zusätzlich Löcher entstehen, in denen Feuchtigkeit eindringt, die mit Sauerstoff über Jahre ihren Beitrag leisten. Verzinktes Rohr oder auch Gewebe wird von Zement (Sulfat) angefressen und bildet dabei Gase.  Zink reagiert bei Kontakt mit alkalischem Mörtel über eine begrenzte Zeit stark korrodierend und der dabei entstehende Wasserstoff führt zu wasserstoff-induzierte Spannungsrisskorrosion.
Daher möglichst nur einfachen Baustahl verwenden. Dieser sollte bereits leichten Rostansatz zeigen, da damit die Einbindung wesentlich besser ist. Öl und Fette schaffen eine Trennschicht zum Mörtel. VA Stahl als Armierung ist völlig außer Betracht zu lassen.

Die Bespannung des Armierungsgerüsts mit Hex Wire Netting (bekannt als Kückendraht), Streckblech und/oder Maschendraht ( Rabitz-Gitter) in mehren Lagen gibt dem Rumpf einen hervorragenden Verband. Impakts und Kollisionen schlagen keine Stücke mehr aus der Bordwand, sonder verursachen einen Spinnennetz-artigen Eindruck ähnlich wie bei einer Verbund-Glasscheibe.
Leider hat  Kückendraht kein nennenswertes E-Module – sprich Zugfestigkeit – und trägt somit nicht zur Übertragung von Zugkräften im Mörtel bei. Ein E-Modul mit brauchbaren Eigenschaften finden wir erst bei Streckblech Matten.

Hier sind Zugfestigkeiten von 270 N/mm² und MEHR pro Lage ein gutes Zusatz-Argument.

Hier ein Aufbau der Armierung mit “welded wire mesh” welches sich bei einigen Schiffen ebenfalls sehr gut bewiesen hat.

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