Rumpf-Kalkulation:
- die generelle Form des Schiffes, alle ihre Ein- und Aufbauten werden präzisiert; für jeden Bereich werden die Gewichte möglichst exakt berechnet.
- die Unterwasser-Form des Rumpfes soll nicht nur hydrodynamisch optimiert sein, sondern auch über das Volumen des verdrängten Wassers den entsprechenden Auftrieb (nach dem archimedischen Prinzip) für das Schiff geben.
Dabei ist darauf zu achten, dass in entsprechenden Bereichen des Rumpfes der Auftrieb in etwa der Gewichts-Belastung gleich kommt (ansonsten würde das Schiff sich längs oder quer im Wasser vertrimmen – so kommen dann der Schwerpunkt der Gewichte („Massenschwerpunkt“ = M) und der Schwerpunkt der verdrängten Wasservolumina („Formschwerpunkt“ = F) exakt übereinander zu liegen. - Um die Gewichte oder Massen exakt zu eruieren (in ihrer Schwerpunktlage in allen drei Achsen) wird der Entwurf durch Schnittebenen in der Längs- und Höhen- Dimension in „Stückchen“ zerlegt – und aus diesen wird dann die jeweilige Masse ermittelt.
Die Feststellung der möglichen Verdrängung und damit des Auftriebs erfolgt ganz ähnlich, indem der Unterwasser-Rumpf in Scheiben längs, und in minimale Scheibchen der Höhe nach berechnet wird.
Bei den Plänen der Dauw Talae III waren die Anforderungen an das Schiff von uns sehr klar definiert.
(also: die Massen präzisiert und weitestgehend auch ihre Position).
Die Verteilung der Gewichte / Massen und eine entsprechende Unterwassergeometrie (Auftrieb) dagegenzusetzen (oder „die schweren Sachen“ ein wenig zu verschieben) ist dann der final Trimm um eine gut ausbalancierte Auftriebskurve zu erhalten.

Mit zwei parallelen Computern erfassten wir jeden Bereich des Schiffes (und dies auch bei jedem möglichen Beladungs-Zustand). In diesem ersten Schritt etwa 1500 Einzel-Daten nach Masse, Position, Materialstärke und Materialdichte, gesamt also um die 6000 Werte und fügten sie in die Excel-Kalkulation ein.

Aus der Korrelation der Massen/Gewichte und dem Auftriebs des Rumpfes ergeben sich ein Auftriebs- und Gewichts Graph aus denen dann die (gestichelte) Verhältnis-kurve interpoliert werden kann.
